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Claus H. Stumpff

 

 

Erzähl uns doch ein bisschen von dir!

1931 in Breslau geboren wuchs ich u.a. in Berlin, Graz und Göttingen auf. Als Deutscher wurde ich im Juni 1946 von der britischen Besatzungsmacht aus Österreich ausgewiesen, unmittelbar vor Erhalt einer österreichischen Staatsbürgerschaft. Zurück in Deutschland absolvierte ich mangels anderer Möglichkeiten zunächst eine Gärtnerlehre. Dann wechselte ich den Beruf. Als Industriekaufmann war ich drei Jahrzehnte lang in Frankfurt, Nürnberg und München überwiegend in leitender Position für den Vertrieb naturwissenschaftlicher Lehrmittel sowie die Einrichtung von Fachräumen für Schulen tätig. Danach und bis zu meiner Pensionierung war ich Leiter der Münchner Niederlassung eines Großunternehmens der Automobil-Zulieferbranche. Erst im Ruhestand konnte ich mich endlich der Schriftstellerei – meinem leidenschaftlichen Hobby – widmen. Neben vielfältigen Interessen gehört meine besondere Liebe den schottischen Western Highlands – was auch in meinen Romanen zum Ausdruck kommt. Seit 1977 lebe ich mit meiner Ehefrau in einem Münchner Vorort.

 

Was machst du gegen Schreibblockaden?

Hatte noch nie eine. Aber wenn ich mal eine hätte, dann würde ich eine Ruhepause einlegen und erst dann die Arbeit fortsetzen, wenn ich wieder Freude an der Arbeit verspürte. Ohne Schreiblust sollte man keinesfalls weitermachen.

 

 

 

Wenn du schreibst, hörst du dabei Musik?

Nein! Um Gottes Willen keine Musik. Einen Roman zu schreiben erfordert höchste Konzentration.

 

 

 

Wann hast du angefangen zu schreiben?

Vor genau 6 Jahren, also 2005.

 

 

Wer sind deine Lieblingsschriftsteller und warum?

Hermann Hesse, Andreas Eschbach, Rafik Shami, Tiziano Terzani, Val McDermid, Stieg Larsson u.v.m. Sie alle faszinieren mich entweder durch die sprachliche Ausdruckskraft ihrer Werke oder durch ihren realistischen, trotzdem sauberen Erzählstil.

 

 

 

 

Was sind deine Lieblingsbücher?

»Siddharta« (Hesse) »Ausgebrannt« (Eschbach) »Der geheime Bericht über den Dichter Goethe« (Shami), »Das Ende ist mein Anfang« (Terzani), »Ein Ort für die Ewigkeit« (McDermid), »Millenium-Trilogie« (Larsson) u.v.m.

 

 

 


Wie gut findest du dich selbst?

Ich will nicht überheblich sein aber denke, einen guten Schriftsteller abzugeben, auch wenn ich die Schriftstellerei schon aus Gründen meines Lebensalters nur noch als Hobby betreibe.

 

 

 


Woher kommt die Inspiration und wie inspirierst du dich zum Schreiben?

Ich benötige keine besondere Inspiration sondern nur die Zeit, um meine vielen Ideen schriftstellerisch umsetzen zu können. Und diese Zeit habe ich leider nicht (mehr).


Wie erarbeitest du dir die Inhalte für ein neues Buch?

Zunächst muss ich mir darüber im Klaren sein, was genau ich will, also ein Ziel setzen. Dann erstelle ich ein stichwortartiges Plan-Konzept. Allerdings weicht das fertige Buch oft vom Ursprungskonzept ab, was sich bei der Entwicklung einer Story leicht ergeben kann. Es müssen Personen erfunden werden, dazu deren Charaktere, Eigenarten und Biografien. Nun muss man dem Ganzen eine Struktur geben und einen Spannungsbogen aufbauen. Automatisch entwickelt sich dann eine Eigendynamik, die die weitere Richtung vorgibt. Es entstehen zwangsläufig neue Figuren, es bilden sich neue Zusammenhänge oder Verstrickungen. Das alles erfordert viel Zeit und Geduld.

 

 

 

 

Haben deine Eltern oder irgendwer dir auf deinem Weg zum Erfolg geholfen?

Nein, denn als mein erstes Buch erschien, war ich bereits 75 Jahre alt. Aber ich war schon sehr früh selbstständig und hätte nie Hilfe gebraucht.

 

 

 


Woher hast du die Ideen zu deinen Romanen?

Es sind entweder aktuelle oder historische Ereignisse, die mir die Ideen liefern. Fantasy bzw. Science Fiction sind allerdings nicht mein Fall. Anders ist es bei Kriminalromanen: Hier verfüge ich über eine geistige Fundgrube vieler, mich herausfordernder Ideen.

 

 

 

 

Welches von den Büchern, die du bisher geschrieben hast, liegt dir am meisten am Herzen?

Der Roman »Das Geheimnis der silbernen Schatulle«. Was hier zunächst als »Fantasy« erscheint, endet in einem überraschenden, nachvollziehbaren und realistischen Finale. In diesen Familienroman sind viele Ereignisse aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs eingeflossen.

 

 

 

Kannst du anderen Autoren Tipps geben die sie beachten sollten?

Zunächst sollte man sich darüber klar werden, ob man "nur Autor" sein will oder "Schriftsteller". Autor ist jeder, der irgendein Werk veröffentlicht. Das setzt zwar etwas Mut voraus, aber keineswegs literarische Kenntnisse. Anders hat ein "Schriftsteller" hohe Anforderungen hinsichtlich Stilistik, Grammatik, Syntax und Semantik zu erfüllen.
Man sollte also selbstkritisch hinterfragen, ob man wirklich über das Grundwissen verfügt, das einen echten "Schriftsteller" ausmacht. Aber selbst für einen solchen ist es heutzutage kaum noch möglich, einen Verlag zu finden. Im Verlagswesen gilt fast nur noch die Devise »Quantität vor Qualität«. Und eine gewinnträchtige Großauflage erzielt kein Verlag mit unbekannten Autoren. Neben einem die Massen lockenden Titel (z.B. »Feuchtgebiete«) muss man auch ein massenwirksames Image besitzen, im positiven wie auch im negativen Sinne.